Live Music Hall, Köln - 07. November 2006

Die Finnen von Entwine waren mir nicht genug, darum fuhr ich an diesem Tag morgens von Aschaffenburg zurück nach Hause, um mir am Abend Negative in Köln anzuschauen.
Eigentlich wollte ich ja noch einen Abstecher ins Büro machen, aber kurz vor der Tür fiel mir dann ein, dass mein Kollege ja auch nicht da war und es sich daher nicht lohnte. Also wieder rein ins Auto und ab nach Hause... dort gab es dann erst mal Mittagessen mit Mama, bevor ich mich dann unter die Dusche stürzte. Eigentlich hatte ich nicht wirklich Lust, alleine nach Köln zu fahren und dann ebenfalls alleine auf dem Konzert zu sein – aber nun hatte ich die Karte, also fuhr ich auch hin.

Aber vorher musste noch der Koffer für die nächsten Tage bei Zeraphine gepackt werden und ich nutzte die Gelegenheit, mein Hasi anzurufen. Sie saß schon seit früh morgens vor der Halle und wir verabredeten uns für 18.00 Uhr. Während des Gespräches erfuhr ich auch, dass Jenny mit akutem Bandscheibenvorfall im Krankenhaus war und nicht kommen konnte.

Wie nicht anders zu erwarten war Berufsverkehr rund um Köln und entsprechend stand ich natürlich im Stau. Aber Dank Navigationsgerät konnte ich mir die Suche nach dem Club ersparen und fand auch gleich in der Nähe einen guten Parkplatz.
Vor der Halle hatten sich schon eine ganze Menge Menschen angesammelt. Es wurde dicht an dicht gestanden, niemand ließ einen anderen auch nur einen Zentimeter vor – und das schon vor Einlass! O.O

Gerade wollte ich Rosinchen eine SMS schicken, da wurde auch schon nach mir gerufen! *gg* Mein Hasi stand mit einigen Freundinnen direkt am Tor neben der Schlange und berichtete stolz, dass sie schon so lange hier stehen würden und wie toll die Tour doch bisher schon war. Meine Güte, was war das schön, endlich wieder mit ihr quatschen zu können... doch die Ruhe währte nicht lange, denn schon ertönte der nächste Ruf. Nessy und Puschi standen gleich vor dem Eingang und hatten mich gesichtet. Während wir uns unterhielten, lernte ich dann auch noch Sabse persönlich kennen, die ebenfalls mit einer Freundin dort stand. Leider hatten wir nicht lange Zeit, denn die Masse wurde merklich unruhiger – es ging auf 19.00 Uhr zu.
Doch das war noch lange nicht das Ende: als der Einlass anfing (und das Schubsen erst richtig begann), tippte mir jemand auf die Schulter; Christian, den ich ein paar Abende zuvor bei Zeraphine in Bochum kennen gelernt hatte.
Das Gedrängel wollte ich mir nicht wirklich geben, also stellte ich mich ein wenig Abseits, um dann später in Ruhe die Halle betreten zu können. Dabei sah ich noch einige Bekannte aus dem TR-Forum, denen es keiner weiteren Bemerkung bedarf...

Als ich dann die Halle betrat, war es noch erstaunlich leer. Ich hatte für so ein Konzert wahrlich mehr erwartet und dafür, dass vorher so übel um die Plätze in der ersten Reihe gekämpft wurde, war nun schon fast Gelassenheit zu spüren und noch jede Menge Platz. Also suchte ich mir eine Stelle an der Bar, von der ich wunderbar auf die Bühne schauen konnte.
Während ich auf den Konzertbeginn wartete, konnte ich wunderbar die Leute um mich herum beobachten und wieder musste ich feststellen, dass eigentlich ein relativ hohes Alter vertreten war. Zwar wurde oftmals bei Bewegungen auf der Bühne einfach gekreischt, doch irgendwie hat es schon was putziges, wenn man weiß, dass daran auch 20jährige (oder älter) beteiligt sind...

Irgendwann gestellten sich noch zwei Frauen zu mir und nachdem um 20.00 Uhr die Vorband Jann Wilde & Rose Avenue anfingen, kamen wir auch ins Gespräch. Für meinen Geschmack war das schrille Outfit der Musiker ein wenig abschreckend, aber Jann Wilde hatte eigentlich ein putziges Auftreten und die Musik war auch nicht schlecht... die Fans feierten natürlich brav mit und unser kleines Dreier-Grüppchen ließ sich auch zum Wippen und Klatschen animieren!

Nach etwas mehr als einer halben – ¾ Stunde war das erste Spektakel auch schon vorbei und der Umbau auf der Bühne begann. Relativ schnell war alles vorbereitet und kurz nach 21.00 Uhr ertönte dann auch schon das Intro von Negative: Zirkusmusik – passend zum neuen Album „Anorectic“.
Die Band wurde frenetisch gefeiert und unter lautem Jubel begrüßt. Ein wenig erschrocken war ich jedoch bei dem Anblick von Sir Christus, der hager nur noch ein Schatten seiner selbst zu sein schien.

Die bunte Kleindung der Jungs zu beschreiben ist ein wenig müßig, denn im ersten Moment war ich einfach nur von der Light-Show begeistert *gg*. So was hatte ich schon lange nicht mehr gesehen und natürlich musste ich mir auch Jonne mit den mittlerweile wieder längeren Haaren genauer anschauen – da waren die anderen erst mal nebensächlich!

Musikalisch war das Konzert einfach perfekt und die Zuschauer veranstalteten eine große Party, von der ich mich anstecken ließ.
Besonders erfreut war ich darüber, dass doch einige der Songs gespielt wurden, die ich erhofft hatte (kursiv dargestellt).

Setlist:
Glory of the shame
In my heaven
Bleeding
Reflections
Sinner´s night/Misty morning
Naive
Moment of our love
A song for the broken hearted
My My/Hey Hey
Lost Soul
One last shot
Planet of the sun
L.A. feeding fire
Frozen to lose it all
In Memoriam

Zwischendurch stellte Jonne selbstverständlich auch die einzelnen Musiker vor, die jeder lautstark beklatscht wurden.
Leider war das reguläre Set nach knapp 1 ½ Stunden schon vorbei, doch es wurden noch Zugaben gespielt:

Until you´re mine
We can´t go on
Inspiration

Nach den letzten Tönen leerte sich die Halle erstaunlich schnell und ich hielt Ausschau nach bekannten Gesichtern. So traf ich auch Nessy und Puschi wieder, die erschöpft, aber glücklich aus der ersten Reihe kamen.
Rosinchen stand bereits an den Bussen und auf dem Weg dorthin lief ich auch Sabse wieder über den Weg, die nicht weniger strahlte.

Bei den Bussen waren einige Mitglieder der Vorband bereits dabei, Fotos zu machen und Autogramme an die wartenden Fans zu verteilen. Es waren nur noch eine handvoll Menschen hier, doch nach etwa einer halben Stunde wurden wir dann auch vertrieben. Vor dem Tor wartete man dann noch auf die Ausfahrt der Busse, was sich jedoch noch herauszuzögern schien...
Schweren Herzens verabschiedete ich mich dann bald von meinen Mädels, da ich am nächsten Tag meine Zeraphine-Tour fortsetzen wollte und sie Zimmer in Köln hatten...
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