~ One last time ~

Autor: Betzi
Genre: Drama
Fsk: 14
Disclaimer: Das Copyright der Songtexte liegt bei den jeweiligen Songwritern.

Das Zittern in meinen Händen legt sich langsam wieder, meine Atmung beruhigt sich und ich atme erleichtert aus.
Ein freundschaftliches Schulterklopfen holt mich wieder zurück, zieht mich raus aus meiner Panik in eine helle, freundliche Welt.
„Danke Mikko, du warst echt meine Rettung,“ ich grinse ihn an. Er war wie so oft in letzter Zeit in genau der richtigen Minute bei mir, wusste immer genau, was ich brauchte.
„Kein Problem, mach ich doch gerne,“ er schnieft ein letztes Mal, wischt sich dann über die Nase und wendet sich von mir ab.
Ich lehne meinen Kopf nach hinten an die kühle Wand. Jetzt erst merke ich, wie verschwitzt ich eigentlich bin. Ich verharre einen Moment in dieser Position, dann fällt mir der bevorstehende Gig wieder ein. In ein paar Minuten müsste es losgehen und ich spüre, wie die neuen Energien durch meinen Körper fließen.
Rückartig richte ich mich wieder auf und gehe schnellen Schrittes zurück in den Backstage-Bereich.

Stimmengewirr kommt mir entgegen und übermütiges Lachen dringt an mein Ohr. Als ich durch die Türe trete, schaue ich niemanden an. Ich weiß genau, wie angespannt die Gesichter sind und merke die Anspannung, die trotz des Gelächters in der Luft liegt.
So ist es immer, jeden Abend merke ich dieses besondere Gefühl. Jeden Abend, wenn ich mit Mikko im Hinterhof irgendeiner Halle gestanden habe und er mir endlich gibt, was ich brauche.
Wie lange geht das schon so? Wochen? Monate? Ich hab durch die ständigen Touren vollständig mein Zeitgefühl verloren und eigentlich ist es mir auch egal. Es geht mir gut, genau in diesem Augenblick und das Adrenalin fließt durch meine Adern.
„Los Jungs, lasst uns die Menge rocken,“ übermütig klatsche ich in die Hände und gehe gleich wieder aus dem Raum.
Hier auf dem Gang zur Bühne kann man die Zuschauer hören. Sie kreischen, klatschen, verlangen nach uns.
Die Vorband hat vor einigen Minuten die Bühne verlassen und nun warten alle nur auf uns.
Aufgeregt springe ich von einem Fuß auf den anderen, langsam ist die Spannung nicht mehr auszuhalten.

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Erschöpft lasse ich mich auf das Sofa fallen. Der Gig war phantastisch! Das Publikum ist total mitgegangen und wir hatten richtig Spaß auf der Bühne.
Wie immer bin ich nassgeschwitzt und total aus der Puste.
„Verdammt, das war geil,“ auch völlig abgekämpft lässt Aki sich neben mich fallen.
„Mensch Lauri, du bist ja abgegangen wie ein Zäpfchen,“ Pauli grinst mich an, „ich möchte ja gerne mal wissen, wer oder was dich dazu angespornt hat.“
Ich weiß genau, worauf er hinaus will. Mir fällt schon seit längerem auf, dass die Fans in den ersten Reihen sich in zwei Lager spalten. Doch so extrem wie heute war es noch nie!
Der Gedanke daran macht mich eigentlich wütend. Ich bin es einfach nicht gewöhnt, dass nicht nur ich bejubelt werde.
Klar, die Fans feiern jeden Song mit, vereinzelt sind auch Rufe nach den anderen zu hören, aber heute? Heute hatten meine Fans einfach keine Chance. Dauernd wurden die Rufe nach meinem Namen von „Pauli“-Rufen übertönt. Ich würde es das vor den anderen nicht zugeben, aber es kratzt gewaltig an meinem Ego. So was hat es in den letzten zehn Jahren nicht gegeben...
„Pauli, das hab ich extra für dich arrangiert,“ die vielen Fotoshootings haben auch ihr Gutes und niemand erkennt, dass mein Lachen gespielt ist.
Ich stehe auf, klopfe ihm auf die Schulter und verschwinde dann im angrenzenden Waschraum.
Nur wenige Sekunden später fallen die ersten Tropfen auf meinen erhitzten Körper. Ich stütze mich mit beiden Händen an der Wand ab, lasse den Kopf hängen.
Stehe einfach nur da, horche in mich hinein.
Eifersucht, genau dieses verdammte Gefühl brodelt noch immer in mir.
Ich war noch nie eifersüchtig auf die Jungs, hatte aber eigentlich auch nie einen Grund dazu. Schon immer lagen mir die Mädels zu Füssen, ich konnte jede haben. Und jetzt? Jetzt schreiben sie nach Pauli.
Ausgerechnet nach ihm... Bei Aki hätte ich das ja noch verstanden, aber Pauli?
Wieder steigt Wut in mir auf, ich schlage mit der linken Faust gegen die Fliesen. Der Schmerz lässt auf sich warten, ich spüre nichts.
Das Adrenalin verschwindet langsam aus meinem Körper, das euphorische Gefühl ist mit den ersten „Pauli“-Rufen verschwunden. Ich hab mir alle Mühe gegeben, wollte sie davon überzeugen, dass ich der Tollere bin – doch ich hatte keine Chance.
Zum ersten Mal in meinem Leben war ich nur die zweite Wahl, zum ersten Mal in meinem Leben drehte sich die Welt der anderen nicht um mich – und das tut verdammt weh.
Wieder steigt dieses leere Gefühl in mir auf und mich friert.
Schnell drehe ich das Wasser ab, richtig duschen kann ich mich im Hotel gleich immer noch. Ebenso schnell bin ich in der Garderobe und fische die letzten sauberen Klamotten aus meiner Tasche.

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„Sei nicht albern, Lauri,“ Aki und Jari sind ungeduldig, „wir gehen jetzt in diese verdammte Bar und werden unseren Spaß haben.“ So sehr ich mich auch innerlich sträube, ich folge den beiden nun doch in das ein wenig schmuddelig aussehende Ambiente.
Die anderen Crewmitglieder und Pauli sind schon anwesend und haben einen Tisch in der Mitte des Raumes in Beschlag genommen.
Ich schaue mich vorsichtig um. Wir befinden uns in einer kleinen Bar. Das schummrige Licht gibt nur wenig von der Einrichtung preis. Am anderen Ende des Raumes befindet sich eine kleine Bühne auf der sich eine pralle Blondine räkelt. Scheint ein kleiner, privater Strip-Club zu sein...

Trotz des vielen Alkohols will sich bei mir nicht die richtige Stimmung einstellen. Unter Grölen der anderen Jungs hat es sich schon die ein oder andere Stripperin auf meinem Schoss bequem gemacht, doch das lässt mich alles völlig kalt. Rasch stecke ich ihr meinen letzten Geldschein in den Slip, in der Hoffnung, sie bald wieder los zu werden.
Was ich jetzt wirklich will, können die mir nicht geben. Ich schaue mich möglichst unauffällig um, suche Mikkos Blick.
Es dauert einen Moment, bis er realisiert, dass ich ihn gerade flehend anschaue. Ein Grinsen macht sich auf seinem Gesicht breit, er weiß genau, was ich von ihm verlange.
Dezent nickt er, zeigt aber gleichzeitig mit beiden Fingern eine Zahlung an. Ich nicke. Mir wird plötzlich heiß, als mir bewusst wird, dass mein letztes Geld an der Unterwäsche dieser mittelmäßigen Tänzerin hängt.
Vielleicht drückt Mikko aber auch noch mal beide Augen zu? Nein, wohl eher nicht. Zu oft hat er mir schon kostenlos ausgeholfen.
Also bleibt mir nur eine Möglichkeit... Ich suche die Tänzerin von eben, flirte sie an und mein Plan scheint aufzugehen.
Gerade lässt sie sich wieder auf meinem Schoss nieder. Meine Hände wandern über ihrem Körper, bis ich dann an ihrem Slip angekommen bin. Meine Finger streifen die Scheine, die ihr bereits zugesteckt wurden.
Ich komm mir so schäbig vor, als ich einen davon etwas fester umfasse und ihn diskret in meiner Hand verschwinden lasse.
Oft genug habe ich Leute benutzt, um an das zu kommen, was ich wollte. In den meisten Fällen waren das junge, unerfahrende Mädels, die sich einbildeten, ich würde ihnen wahre Liebe entgegen bringen.
Und auch jetzt benutze ich wieder jemanden, um an Geld zu kommen!
Ob irgendjemand verstehen würde, dass ich dies nicht ganz freiwillig mache? Nein, wohl nicht. Es weiß keiner von dem, was Mikko und mich verbindet.
In den Augen der anderen ist es nur eine Freundschaft, die sich nach so vielen Jahren intensiviert. Ich habe selbst Aki bisher nicht gesagt, was wirklich dahinter steckt... meinem besten Freund!

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„Mehr hab ich nicht!“ Meine Stimme klingt flehend und mein ganzer Körper verlangt nach dem Zeug, was Mikko in seiner Hand hält. Ich hab der Stripperin den falschen Schein geklaut und nun nicht genug, um Mikko zu bezahlen.
„Gib mir bitte das Zeug und das fehlende Geld bekommst du später, ja?“
Mit Erleichterung kann ich ein Nicken feststellen.
„Natürlich, Kumpel,“ Mikko drückt mir das Päckchen in die Hand, „für gute Freunde mach ich das doch.“
Wir befinden uns auf der Toilette des Schuppens, zusammen in einer Kabine. Die anderen haben uns schon ein wenig merkwürdig angeschaut, als wir zusammen auf Klo verschwunden sind... doch das ist mir egal, ich will endlich nächste meine Dosis haben.
Wie ein Heiligtum halte ich das Päckchen in den Händen, während Mikko einen Spiegel aus seiner Tasche zieht.
Meine Hände zittern schon wieder, diesmal auch vor Aufregung. Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir diese Prozedur das letzte Mal durchgezogen haben, doch es kommt mir wie eine Ewigkeit vor.
Endlich nimmt Mikko den eben noch von mir zugesteckten Geldschein und rollt ihn sorgfältig zusammen.
Vorsichtig öffne ich das Paket, sehr darauf bedacht, nicht ein Korn dieses wertvollen Pulvers zu verschütten.
Sorgsam macht Mikko eine Linie aus dem Haufen, prüft dann noch mal den gerollten Geldschein.
„Du zuerst?“ Er hält ihn mir hin.
Dankbar nicke ich, nehme den Schein dann hastig an mich. Ohne länger zu zögern, beuge ich mich vornüber und ziehe einmal kräftig.
Allein diese Bewegung löst in mir ein Glücksgefühl aus. Ich bin schon wesentlich ruhiger, als ich den zweiten Zug nehme und den Schein dann an Mikko weiter reiche.

Zurück an unseren Plätzen bemerke ich, wie Aki mich beobachtet. Sein Blick lässt nicht Gutes ahnen, doch das trifft mich nicht weiter. Ich kann das nicht deuten und will es auch eigentlich gerade gar nicht.
Ich bin wie auf Wolken, schwebe durch den Raum und bin schlagartig von der Show der Mädels begeistert.
Ich gröle mit den anderen um die Wette und lasse mich letztendlich auch auf einen heißen Flirt auf der Bühne ein.
Aki beobachtet mich kopfschüttelnd, das sehe ich aus den Augenwinkeln. Doch was kann ich dafür, wenn er keinen Spaß hat?!

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„Hier ist der Rest und noch was drauf. Gib mir mal eine Tüte als Reserve,“ ich halte Mikko das Geld vor die Nase.
Wir stehen in einem kleinen Seitenflur unseres Hotels, muss ja nicht gleich jeder mitbekommen, was wir hier machen!
Mikko schaut mich prüfend an, doch ich halte seinem Blick stand. Wenn ich jetzt nachgebe, verliere ich nicht nur den kleinen Machtkampf, dann überstehe ich die Nacht nicht... das weiß ich genau!
Und ich gewinne! Endlich habe ich mein Päckchen in den Händen und reicht Mikko das Geld.
„Übertreib es nicht, Kumpel,“ Mikko schaut mich eindringlich an, „diese Dosis ist mehr als genug für ein paar Tage! Dosier sie dir genau, damit nichts schief geht!“
Ich nicke nur, zu erleichtert bin ich, dass ich jetzt vorerst nicht mehr auf ihn angewiesen bin. Jetzt kann ich mich selbst aus meiner Welt retten!

Leise schleiche ich zurück in Aki und mein Zimmer. Ich hoffe, dass er schon schläft, damit ich jetzt alleine sein kann.
Vorsichtig schließe ich die Tür und taste mich zu meiner Tasche vor. Sollte Aki morgen vor mir aufwachen, sollte er mein Päckchen nicht finden.
So lautlos wie möglich versuche ich, den Reisverschluss einer Seitentasche zu öffnen.
„Was machst du da?“ Ich zucke zusammen, mein Herz schlägt mir bis zum Hals.
„Wieso bist du noch wach?“ Ich versuche es mit einem Gegenangriff, doch ich bin so erschrocken, dass ich kaum geradeaus denken kann.
„Ich hab auf dich gewartet. Lauri, wir müssen reden,“ Aki steigt aus dem Bett und kommt auf mich zu.
Ich stehe noch immer wie versteinert vor meiner Tasche, das verräterische weiße Tütchen in der Hand. Was soll ich jetzt nur machen?!
„Worüber willst du reden?“ Ich muss Zeit gewinnen, sobald Aki neben mir steht, ist alles aus. Panik macht sich in mir breit, mein Gesicht glüht. Ich traue mich nicht, mich umzudrehen.
„Darüber!“ Akis Stimme ist plötzlich neben mir und er reißt meine linke Hand hoch.

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Panik, Atemlosigkeit, wieder Panik... ich fühle mich hilflos, doch gleichzeitig so missverstanden.
Kann denn niemand erkennen, wie es in mir aussieht? Wie es mir geht? Warum ich mir die Nächte mit Mikko SO um die Ohren schlage?
„Warum sollte ich mich vor dir rechtfertigen?“ Die Wut in mir hat die Überhand und diese Frage sprudelt ohne einen einzigen Gedanken einfach aus mir heraus.
Aki hält noch immer mein Heiligtum in den Händen, bewegt sich langsam von mir weg. Wieder überkommt mich diese unbändige Wut und ich stürme hinter ihm her. „Gib mir das sofort wieder.“
Um diese heftige Reaktion nicht gefasst, überlässt Aki mir bereitwillig mein Pulver.
„Mensch Lauri, nun drehst du wohl total durch, oder? Ich wollte mich doch nur hinsetzen!“ Seine Stimme klingt ärgerlich.
Einen kurzen Moment starren wir uns nur an, ich mit einem feindseligen Blick, Aki sorgenvoll.
Dann ist ein Seufzen zu hören. „Ich will dir doch nur helfen, Lauri.“ Seine Stimmt klingt geknickt, hilflos.
Helfen? Als ob mir jemand helfen müsste! Es ist doch alles perfekt!
„Ich brauche keine Hilfe, Aki! Ich komme wunderbar alleine zurecht und nun lass mich in Frieden!“ schnaube ich.
„Du kommst alleine zurecht? Ja sicher, das sieht man!“ Er deutet auf meine zur Faust geballten Hand.
„Du kommst nicht alleine zurecht, Lauri. Du bist süchtig! Meinst du, dass deine Verwandlung uns nicht aufgefallen ist? Meinst du nicht, dass wir uns darüber im Klaren sind, dass du ein Problem haben musst? Erst dachten wir, du wärst nur einsam, dir würde alles über den Kopf wachsen. Wir wollten dir helfen und dir ein wenig von dem Druck abnehmen...“
„Ach, lab...“
„Hör mir verdammt noch mal zu, Lauri! Statt unsere Hilfe anzunehmen oder auch nur ein wenig dankbar zu sein, bist du eifersüchtig – auf deine eigenen Bandkollegen! Du willst alles für dich, die Mädchen, den Erfolg, die Medien! Erst quengelst du, dass es dir zu viel ist, dann bist du wütend, weil Pauli auch mal Zuneigung bekommt. Der Gig heute war doch das beste Beispiel dafür. Du bist eifersüchtig! Du kommst mit deinem Leben nicht mehr klar und statt darüber zu reden, dich an deine Freunde zu wenden, kokst du dir alles schön. Lauri, es geht hier nicht nur um dich! Du ruinierst dabei die Band, zerstörst unsere Freundschaft!“ Aki ist aufgesprungen, richtig laut geworden.
Doch seine Worte rasen nur an mir vorbei. Was er mir da vorwirft ist einfach zu viel. Er redet über Dinge, die ihn nichts angehen, die er nicht verstehen kann.
„Halt mal die Luft an, Aki,“ ich bin nun auch wütend, funkle ihn böse an. „Diese Sache geht dich nichts an. Du redest hier von Dingen, die du dir nicht mal im Entferntesten vorstellen kannst! Wenn du nicht mit mir klar kommst, dann geh doch! Ich kann auf Freunde verzichten, die meinen, alles besser zu wissen!“ Mittlerweile schreie ich, doch es ist mir nicht mal richtig bewusst!
Wortlos steht Aki auf, wirft mir noch einen verächtlichen und verletzten Blick zu, bevor er den Raum lautstark verlässt.

Meine Atmung geht rasend schnell, mein Herz scheint in meinen Ohren zu pochen. Das war einfach zu viel für mich! Ich verharre einen Moment in dieser angespannten Situation.
Die Stille um mich herum holt mich wieder zurück. Was ist da gerade passiert?
Kraftlos lasse ich mich auf den Boden sinken, fühle mich so unendlich alleine.
Ich hab gerade meinen besten Freund verloren, das wird mir mit einem Schlag klar. Und er hat Recht – ich mache nicht nur mich, sondern auch die Band kaputt.
Ich muss mir damit aufhören, das schießt mir gerade durch den Kopf.
Mein Blick fällt auf das Päckchen in meiner Hand. Innerlich wäge ich ab, was ich damit machen soll.
Es Mikko zurück geben? Er würde mich nur auslachen und mein Geld wahrscheinlich trotzdem behalten.
Soll ich Aki hinterher laufen und mich entschuldigen? Nein, dazu bin ich momentan noch zu stolz.

Immer wieder wiege ich meine Hand hin und her, werfe ebenso meine Gedanken durch den Kopf. Soll ich? Soll ich nicht?

Ach Scheiß drauf, morgen kann ich immer noch alles wieder grade biegen. Morgen ist auch noch ein Tag! Morgen werde ich mit Aki sprechen...

Aber heute... heute lebe ich noch mein altes Leben. Heute bin ich noch versorgt...
Vorsichtig öffne ich die Tüte, greife gleichzeitig nach meinem Spiegel, der immer griffbereit auf dem Tisch liegt.

Ich zögere kurz, dann kippe ich den kompletten Inhalt aus. Der Anblick des Pulvers allein lässt alle Sorgen kleiner erscheinen.

Meine Pläne für morgen dennoch im Hinterkopf, drehe ich einen Geldschein zusammen.
Morgen wird alles anders...

Aber heute...

„Noch ein letztes Mal“, schießt es mir durch den Kopf, als ich die Hälfte des Streifens aufziehe. Dann wird es schwarz...

~ the end ~

(geschrieben vom 19.01.05 - 22.01.05)
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