Matrix, Bochum - 08. September 2006

Vor dem Gebäude tummelten sich schon einige Fans, die munter schwatzend auf den Einlass warteten.
Dieser war zwar laut Ticket schon für 18.30 Uhr vorgesehen, und die Pforten öffneten sich dann auch nur 10 Minuten später.
Ohne besondere Vorkommnisse, gesittet und ohne Drängelei konnten die Fans nun die heiligen Hallen betreten.

Mit einem Snoopy- oder Ungültig-Stempel markiert, ging es nun eine Etage tiefer, wo mir bekannte Klänge entgegen schallten: das Album „Still“ von Zeraphine wurde im Repeat gespielt.

Die erste Vorband war „Müller of Death“. Eine zwei Mann starke Band plus Computer. Der schon recht gut besuchte Konzersaal zeigte sich anfangs noch gutmütig und nach dem ersten Song wurde auch noch brav applaudiert. Doch dass diese elektronische Musik plus Geschrei nun wirklich nicht den Nerv des Publikums traf, wurde sehr schnell deutlich.

Unter Jubel betrat Alexander Kaschte um 20.25 Uhr mit den Worten „Ich bin der Alex aus Dortmund“ die Bühne.
Er hatte eine Nachricht von „Müller of Death“ dabei, die hier aufgrund obszöner Begriffe nicht wiederholt werden kann. Der Inhalt bestand jedoch darin, dass die benannte Band sehr wohl ausgestreckten Mittelfinger mitbekommen hatte, was mit Schadenfreude zur Kenntnis genommen wurde.

Die vierköpfige Band „Spiritual Front“ aus Rom enterte um 20.30 Uhr die Bühne. Eine Mischung aus Suicide Rock, Pop und Folk erfüllte kurz darauf den Raum und lockte immer mehr Zuschauer in die Halle, die vorher geflüchtet waren.
Schon beim zweiten Song klatschte und tanzte jeder mit. Offensichtlich befanden sich Fans der Gruppe im Publikum denn Ansagen wie z.B. für den Song „Jesus died in Las Vegas“ gingen komplett im Geschrei dieser unter.
Der Auftritt von „Spiritual Front“, der ebenfalls von Videos auf der Leinwand unterstrichen wurde, endete nach kurzweiligen 45 Minuten. Mittlerweile war es schon 21.15 Uhr und die Halle war nun dicht gefüllt.

Mittlerweile war es drückend warm in der Halle und die Menschen drängten sich dicht bis zum Ende der Halle.
Wie schon beim letzten Mal ging der Umbau erstaunlich schnell vonstatten, so dass um 21.30 Uhr das Licht erlosch.
Frenetischer Jubel empfing die Mannen von Samsas Traum, Alexander Kaschte (Gesang), Daniel Schröder (Saxophon und Klarinette) und Michael Puchala (Gitarre bei Live Auftritten).
Alexander Kaschte, mit Zopf und offenem Hemd trat ans Mikrofon und begrüßte nochmals die Fans, bevor er diese bat, auf die anderen Zuschauer zu achten, so dass niemand zu Schaden kommen würde.

Das Konzert begann mit einem Akkustik-Set bestehend aus „Tineoidea“, „Attentat“ und „Versprochen“, was von der ersten Silbe an vom Publikum mitgesungen wurde.

Wenn man bisher dachte, die Stimmung sei nicht mehr zu überbieten, hatte sich geirrt. Als gegen 21.50 Uhr die Band mit „Es war einmal“ auf ihre ‚normale’ Live-Präsenz umstieg, überrollte einen eine unglaubliche Energie.

Nach nur etwas mehr als einer Stunde wurde der letzte Song „Bis ans Ende der Zeit“ verkündet. Dafür, dass die Uhr schon 22.35 Uhr aufzeigte, war die Spielzeit von Samsas Traum recht kurz gewesen.
Das sah auch das Publikum so und natürlich wurden Zugaben gefordert – und erfüllt.

Mit zwei weiteren Akkustik-Song, Versionen von „Das Mädchen aus dem Inneren des Ketten-Karussels“ und „Der Junge lebt im Brunnen“, war dieser Abend dann um 22.50 Uhr endgültig vorbei.
Die schwitzende, aber glückliche Menschenmasse bejubelte noch ein letztes Mal die Musiker und drängte dann Richtung Ausgang und Merchandise-Stand, wo kurz darauf auch wieder die Band eintraf, um sich den Fans zu widmen.
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